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Veranstaltungen

Symposium "Die vielen Leben der Biographie" - 25. bis 27. März in Wien

Das Ludwig Boltzmann Institut für Geschichte und Theorie der Biographie veranstaltet von 25. bis 27. März ein Symposium zum Standort der Biographie als Genre in der aktuellen wissenschaftlichen Debatte (in Zusammenarbeit mit den Partnern und Mitveranstaltern Österreichische Nationalbibliothek ÖNB, dem Institut für Germanistik der Universität Wien und dem IFK Internationales Forschungszentrum Kulturwissenschaften.Die Tagung findet unter Teilnahme internationaler ExpertInnen statt und wurde wurde von Univ.-Doz. Dr. Bernhard Fetz und Dr. Wilhelm Hemecker konzipiert. Tagungsorte sind die ÖNB, das Institut für Germanistik und das IFK. Details siehe Programmfolder.

18. März 2009 - 12:38

"Alter Mensch - neue Technologien": Österreichisch-Deutscher Geriatriekongress 7. Mai

Das Ludwig Boltzmann Institut für Angewandte Gerontologie (Leitung Prim. Dr. Katharina Pils) veranstaltet gemeinsam mit dem Forschungsinstitut des Roten Kreuzes, der Deutschen Gesellschaft für Geriatrie und der Österreichischen Gesellschaft für Geriatrie und Gerontologie den 4. Österreichisch-Deutschen Geriatriekongreß von 7. bis 9. Mai im Congress Center der Messe Wien.

Dieser Kongress ist als Plattform für alle in der Geriatrie und Gerontologie tätigen Berufsgruppen gedacht, sowie für Vertreter der Politik, NGOs, Industrie, Medien und Kostenträger.

Information unter www.geriatrie-online.at

Anmeldung unter Tel: +43/1/521 03-5770

"FairHealth"-Tagung am 2. März 2009

Die gerechte Verteilung von Leistungen des öffentlichen Gesundheitssystems steht im Zentrum der "FairHealth" Tagung des Ludwig Boltzmann Instituts (LBI) für Health Technology Assessment (HTA), die am 2. März 2009 von 08:30 bis 17:30 in der
Urania Wien im Dachsaal stattfindet.

Mit dem Thema "Verteilungsgerechtigkeit" befassen sich sechs Vorträge aus sehr unterschiedlichen Perspektiven und spiegeln damit die Vielschichtigkeit des Zuganges wider. Renommierte nationale und internationale ExpertInnen diskutieren Konzepte von Verteilungsgerechtigkeit in sozialmedizinischen, ökonomischen und in
rechtsphilosophischen Kontexten. Dem LBI für HTA ist die Verschränkung von Theorie und Praxis bei dieser Veranstaltung ein besonderes Anliegen, sodass neben theoretischen Analysen auch Praxisbeispiele, interdisziplinäre Forschungsansätze und Perspektiven im Mittelpunkt der Fachgespräche stehen.

"Im Zentrum des Arbeitsprogramms von Health Technology Assessment steht die gerechte Verteilung limitierter Ressourcen. Das LBI für HTA setzt sich darüber hinaus mit dem Bedarf nach qualitativem Fortschritt und mit der Weiterentwicklung unseres Gesundheitssystems auseinander", so die Institutsleiterin Dr. Claudia Wild.

Relevanz und Brisanz von Verteilungsgerechtigkeit von öffentlichen
Gesundheitsleistungen

Die gesellschaftliche und politische Relevanz des Themas Verteilungsgerechtigkeit ist evident: Einerseits bedrohen knappe Budgets die dauerhafte Finanzierbarkeit von medizinischen Leistungen, und andererseits drängen immer mehr kostenintensive medizinische Innovationen auf den Markt, die einer breiten Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden sollen.

Abseits von Fragen nach Nutzen und Effizienz einzelner medizinischer Interventionen beschäftigt sich die "FairHealth" Tagung vor allem mit jenen aktuellen Problem- und Fragestellungen, die auf eine gerechte Verteilung von medizinischen Leistungen fokussieren.
Die Notwendigkeit und Dringlichkeit für öffentliche Diskussionen ergibt sich primär aus der gesamtgesellschaftlichen, individuellen und ökonomischen Bedeutung von "Gesundheit" sowie den aktuellen Debatten rund um die Reform des öffentlichen Gesundheitssystems.

Die Titel und Vortragenden der "FairHealth" Tagung im Detail:

- Einleitung und Eröffnung:
Dr. Christiane DRUML, Vorsitzende der Österreichischen
Bioethikkommission beim Bundeskanzleramt.

Dr. Claudia Wild, Leiterin des Ludwig Boltzmann Instituts für Health
Technology Assessment

- "Ungleichheit in der Verteilung von Gesundheitsleistungen": Univ.
Prof. Dr. Olaf von dem KNESEBECK, Universitätsklinikum
Hamburg-Eppendorf

- "Gerechtigkeit zwischen Philosophie und Praxis - Wie kann sich
Gerechtigkeit bewähren?": Univ. Prof. DDr. Michaela STRASSER,
Universität Salzburg

- "Verteilungsgerechtigkeit und der Leistungskatalog einer sozialen
Krankenversicherung": Univ. Prof. Dr. Friedrich BREYER, Universität
Konstanz

- "Kinder, die stillen Verlierer? Soziale Benachteiligung und
Gesundheitsleistungen bei Kindern und Jugendlichen": Dr. Lilly DAMM,
Medizinische Universität Wien

- "Distributive Justive and Health Technology Assessment: Practical
Examples":Dr. Wija J. OORTWIJN, ECORYS Niederlande

- "Der Beitrag von HTA zur Verteilungsgerechtigkeit im
Gesundheitswesen": Univ. Prof. Dr. Georg MARCKMANN, MPH, Universität
Tübingen

Das vollständige Tagungsprogramm findet sich auf der LBI für HTA
Homepage (http://hta.lbg.ac.at). Die Teilnahme an der Tagung ist
kostenlos, es wird jedoch um Anmeldung bei Dr. Roman Winkler, MSc
(roman.winkler@hta.lbg.ac.at) gebeten.

Rückfragehinweis:

Ludwig Boltzmann Institut für HTA
Garnisongasse 7/20, 1090 Wien
Dr. phil. Roman Winkler, MSc, Wissenschaftlicher Mitarbeiter - DW 11
Mag.a Gerda Hinterreiter, Wissenschaftskommunikation - DW 13
Tel. +43 (01) 23 81 19
Fax +43 (01) 23 81 19-99
http://hta.lbg.ac.at 

12. Februar 2009 - 16:44

Tagungsankündigung: NS-Herrschaft in der Steiermark

28. bis 30. Jänner 2009

stadtmuseumgraz, Sackstraße 18, A-8010 Graz
Universität Graz, Resowi-Zentrum, Universitätsstraße 15, A-8010 Graz (SZ 15.21, Bauteil A/II)

Nach Jahren der vielfältigen Ausdifferenzierung der NS-Forschung mit Themen wie Widerstand, Lagersysteme, Judenverfolgung, Euthanasie, Machteliten, … richtet sich das Augenmerk der Geschichtswissenschaften in letzter Zeit vermehrt auf die Zusammenschau und interpretative Analyse des Nationalsozialismus. Fragen nach der Funktionsweise nationalsozialistischer Herrschaft führ(t)en zu Befunden der „Zustimmungsdiktatur“ oder dem Konzept von „Hitlers Volksstaat“. Der Blick auf individuelle wie auch kollektive Handlungsweisen der „einfachen“ „VolksgenossInnen“ in Verschränkung mit den Themenbereichen Terror, Verfolgung und Widerstand brachte ein tieferes Verständnis der NS-Herrschaft und ihrer Wirkmacht und legte die Verschränktheit der verschiedensten Handlungsfelder der Menschen offen. Im Verständnis, wonach die Persistenz der NS-Herrschaft nur durch soziale Praxis der Menschen erklärbar wird, werden somit vielfältigste Aspekte diktatorischer Herrschaft relevant.

Die Tagung „NS-Herrschaft in der Steiermark“ fühlt sich dieser Zugangsweise verpflichtet und geht unter der Prämisse der steten Wechselwirkungen und der immanenten Verschränktheit von Terror und Zustimmung, Verfolgung und Widerstand, vielfältigen Bereichen der NS-Herrschaft in der Steiermark nach.


Veranstaltet von:
Centrum für Jüdische Studien
CLIO. Verein für Geschichts- und Bildungsarbeit
Institut für Geschichte (Abteilung Zeitgeschichte)
Ludwig Boltzmann Institut für Gesellschafts- und Kulturgeschichte (Cluster Geschichte)

PROGRAMM

23. Januar 2009 - 12:07

Konferenz vom 5.–6. Februar 2009: Brückenschläge|Bridging the Divide

Konferenz vom 5.–6. Februar 2009
des Ludwig Boltzmann Instituts für Stadtgeschichtsforschung

im Wiener Stadt- und Landesarchiv (Gasometer):
»Brückenschläge« | »Bridging the Divide«
Synergien von Kultur- und Sozialgeschichte in der Wiener Stadtgeschichte vor dem I. Weltkrieg

Abendvortrag am 4. Februar 2009, um 19.00 Uhr
Zurück zum Sozialen?
Die historische Stadtforschung zwischen ›Kultur‹, ›Gesellschaft‹ und ›Medien‹.
von Prof. Dr. Clemens Zimmermann
(Universität des Saarlandes)

Ort des Abendvortrags: Festsaal des Alten Rathauses, Wipplinger Str. 8, 1010 Wien.

Ort der Tagung am 5. und 6. Februar: Wiener Stadt- und Landesarchiv, Gasometer D.

Der Untertitel der Tagung geht auf die Frage zurück: Wie steht es in Wien mit der Einlösung der theoretisch-methodischen Vorhaben der 80er und 90er Jahre im Sinne einer nachhaltigen zukunftsorientierten Forschung? Die Konferenz Bridging the Divide (Brückenschläge) ist eine Einladung, derartige Brückenschläge gemeinsam auch theoretisch und methodisch anhand konkreter Beispiele aus der Wiener Geschichte zu reflektieren.
Am Donnerstag wird es eine Keynote von Simon Gunn (Leicester University) zum Thema »After the Cultural Turn: History and the Return of the Social« geben, gefolgt von Sektionen zu den Themen »Mass data meet Microhistory«, »Performance and Visual Culture meet His-tory« und »Wie gehen Kunstgeschichte, Verkehrsgeschichte und Architektur zusammen?«. Am Freitag geht es nach einer Keynote von Gerhard Meißl (WStLA) um »Diskursanalyse und Sozialgeschichte« sowie »Cultural Theory meets Urban History«.

Präsentationen und Diskussionen mit Sándor Békési, Heinz Berger, Simon Gunn, Christina Linsboth, Gerhard Meißl, Andreas Nierhaus, Martina Nußbaumer, Anna Schober, Katalin Teller, Clemens Zimmermann u.a.m.

Aktuelle Informationen, Anfahrt, genaues Programm laufend unter:
http://www.wien.gv.at/kultur/archiv/veranstaltungen/brueckenschlaege.html

Zum Hintergrund der Veranstaltung

1984 konstatierten Lynn Hunt und Kolleginnen, dass die soziale Dimension historischer Probleme allzu oft isoliert betrachtet worden ist und kulturelle Aspekte entweder ignoriert oder als reine Reflexionen tiefer liegender Prozesse abgetan wurden. Fünfzehn Jahre später sehen sie sich ›beyond the Cultural Turn‹ (1999). Im Rahmen der Wiener Vorlesungen warnten 2007 Wolfgang Maderthaner und Lutz Musner vor einer Kulturalisierung des Gesellschaftlichen und beharrten auf einer kritischen Kulturwissenschaft.

Wie steht es in Wien mit der Einlösung der theoretisch-methodischen Vorhaben der 80er und 90er Jahre im Sinne einer nachhaltigen zukunftsorientierten Forschung? Wie steht es mit konkreten Projekten und Forschungen, in denen weder das Kulturelle noch das Soziale oder Ökonomische determinierend wirken, sondern vielmehr die zu beschreibenden Prozesse im Sinne einer Koevolution beider Bereiche aufgefasst werden, wo beides mehr als Ensembles von Praktiken verstanden wird denn als getrennte disziplinäre Bereiche?

2005 ist mit dem Band Umwelt Stadt Wien ein Unternehmen vorgelegt worden, das diese Vorgaben im Sinne einer Sammlung recht gut erfüllte. Die Konferenz Bridging the Divide/Brückenschläge ist nun eine Einladung, derartige Brückenschläge gemeinsam auch theoretisch und methodisch anhand konkreter Beispiele aus der Wiener Geschichte zu reflektieren.

Der Zeitpunkt erscheint angesichts aktueller Entwicklungen gut gewählt: in der Diskussionsreihe »Handlungsmöglichkeiten in der Großstadt. Wien um 1900« des Ludwig-Boltzmann-Instituts für Stadtgeschichtsforschung in den Jahren 2007–2008 hat sich gezeigt, dass allgemein ein Rückgang des Interesses besonders von Studierenden an sozialgeschichtlichen Fragen konstatiert wird. Angesichts der aktuellen Finanzkrise, mit der z.B. Eric J. Hobsbawm eine Epoche enden sieht, könnte die Sozialgeschichte künftig wieder Konjunktur haben. Die Dominanz des Identitären wird womöglich mit dieser Epoche enden. Deshalb wäre es gerade jetzt fruchtbar, die bis dato im Trend liegenden kulturgeschichtlichen Fragen gemeinsam mit sozialgeschichtlichen zu diskutieren. Dies könnte eine gute Diskussionsgrundlage für künftige Entwicklungen sein. Aus diesem Grund fokussiert die Konferenz besonders auf laufende und im Entstehen begriffene Forschungsprojekte. Die Konferenz konzentriert sich auf die Jahrzehnte vor dem Ersten Weltkrieg. Einige Präsentationen können auch darüber hinausgehen, aber nicht gänzlich außerhalb dieses zeitlichen Rahmens liegen. Äußerster zeitlicher Rahmen sind die Jahre 1867 und 1936.